Von Alamosa nach Colorado Springs

Heute ist Montag. Die 10$, die mein Gatte uns für die two Queens Betten spendiert hat, haben sich rentiert. Ich habe gut geschlafen. Es ist eine anstrengende Angelegenheit zusammen unter einer Bettdecke zu schlafen und für die ganze Nacht nur 140cm zur Verfügung zu haben. Also wenn man etwas Größeres gewohnt ist. Das Frühstück war toll. Also entweder machen die Amerikaner extra irgendwas in den Saft, das nach Fruchtfleisch aussieht und schmeckt oder das war wirklich echter Orangensaft. Am Nebentisch unterhalten sich zwei Männer, offensichtlich werder verwandt noch bekannt. Also einer der beiden redet die ganze Zeit und der andere hört zu. Als ich „Trump“ höre werde ich aufmerksam. Ich werde dann eigentlich immer aufmerksam. Im alltäglichen Treiben hört man den Namen, außer in den Medien nur selten. Er sagt jedenfalls so etwas wie „… Trump… Make America Great again. Bullshit“ ich schmunzele in mich hinein und wir verlassen die Szene. Motels sind das Tollste auf der Welt und Reise, wenn man ein Parkplatz vor der Tür hat. Ich hole noch Eis und los geht die wilde Fahrt. 


So sieht im übrigen jede Eismaschine hier aus. Fast jede. Unser Weg führt uns heute in unseren letzen National Park. Dreißig Minuten in den Great Sand Dunes National Park. Wir verlassen das San Luis Valley noch nicht. Auch dieser National Park liegt in ihm. Man stelle sich Berge wie in den Alpen vor und davor türmen sich riesige Sanddünen auf. Das passiert durch Wind oder so. Schon viele Jahre. Der Sand, der da seit Jahrhunderten aufgehäuft wird stammt aus dem Valley. Ich habe den genauen Proßess nicht verstanden. Das ist mein absolutes Urlaubshighlight. Ich habe selten etwas so tolles gesehen.


Die Sand Dunes von weitem. Je näher man kommt, desto imposanter werden sie. Jeder kann dort hinfahren und sie besteigen und in ihnen tollen und toben oder spazieren. Hier kann nichts zerstört werden. 


Diese Dünen verändern sich im Laufe der Zeit und werden immer größer. Auch wenn das Jahrhunderte dauert. Aus den Bergen kommt Wasser und es füllen sich kleine Kanäle. 


Man kann das in der Gänze gar nicht abbilden, aber diese Dünen sind riesengroß und wunderschön. Wenn man ein bisschen von den Leuten wegwandert, ist es ganz still. Wir spazieren barfuß ein gutes Stücke in den Dünen herum. 



Leider muss der Spaß ein Ende haben. ich wäre gern mal nach ganz oben gewandert, aber die Zeit ist zu knapp. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Weiter durch das San Luis Valley kommen wir durch den Ort Hooper. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Zumindest an der Tankstelle. Wir tanken und müssen angesichts des Ortes einkehren.


Mehr Amerika geht nicht. Burger, French Fries und die besten Onion Rings auf diesem Planeten. Es geht weiter durch diese schöne Landschaft. Ich verpasse ein Schild zu fotografieren, dass darauf hinweist, dass man in einem Häuschen in der Pampa UFO-Sichtungen machen kann. Schade. Wir fahren weiter Richtung Norden. Der Reiseführer schlägt eine Route mit Traumorten und Ausblicken vor. Mitten durch die Berge. Na die nehmen wir doch. Als diese Straße dann aber zu einer Schotterpiste wird, muss die Vernunft siegen. Es sind bis zum nächsten Ort noch 30 Meilen und es ist schon 16 Uhr. Vor Sonnenuntergang kämen wir nie am Hotel an. Wir kehren um. Das Valley bietet zum Gucken genug. Das ist auch so das ziemlich Letzte was wir sehen. Wir fahren nicht die Interstate nach Colorado Springs sondern nehmen den Highway 115. Er führt uns noch schön durch die Rockies. Am Hotel angekommen fängt es auch schon wieder an zu regnen. Ich frage mich, wie die das hier mit BBQ’S machen. Wenn es immer am späten Nachmittag zu regnen anfängt, grillen die dann schon um 12 Uhr? Das Hotel ist sehr schön und das Zimmer riesig. Das ist auch gut so, denn wir breiten alle unsere alten und neuen Dinge aus, um sie sinnig zu verpacken. 2 mal 23 Kilo Koffer und 2 mal 8 Kilo Handgepäck. Ich tippe darauf, dass es genau auf’s Kilo hinkommt. Eben waren wir noch mal einen kleinen Imbiss einnehmen und gleich kommt die letzte Nacht in diesem Urlaub. Morgen um 17 Uhr geht der Flieger nach Hause. Wir sind ein bisschen traurig, dass die vier Wochen zu Ende sind, aber freuen uns schon ganz doll auf zu Hause. Heute haben wir die 6400 Kilometer überschritten. Nun ist es Zeit. 

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